Diethelm AG  

Statik

Einwirkungen auf hinterlüftete Fassadenbekleidungen


Eigenlast

Falls das Berechnungsgewicht von Baustoffen nicht bestehenden Normen oder anerkannten Tabellen entnommen werden kann, muss deren Eigenlast unter Berücksichtigung ihrer Feuchtigkeitsaufnahme ermittelt werden. Zur statischen Berechnung sind immer die ungünstigsten Eigenlasten einzusetzen.
  Eigenlast

Windlast

Diese ist gemäss SIA 261 zu bestimmen. Für ein vereinfachtes Definieren dieser Lasten hat der SFHF im Ventilator 1 eine Tabelle generiert, woraus sichere Werte entnommen werden können.
Die Aufnahme der Windlast ist für alle Teile der hinterlüfteten Fassade wie Bekleidungselemente, Unterkonstruktion, Wärmedämmung sowie deren Verbindungs-, Befestigungs- und Verankerungselemente nachzuweisen.
  Windlast

Schnee- und Eislasten

Schnee- und Eislasten sind in der Regel bei vertikalen Wandbekleidungen nicht zu berücksichtigen, können jedoch bei besonderen klimatischen Verhältnissen auftreten. Für geneigte Wände sind die Lasten wie bei Dachkonstruktionen anzusetzen.
  Schnee- und Eislasten

Stosslasten

Stosslasten, wie sie z.B. durch Anlehnen von Fahrrädern, Motorrädern, Arbeitsbühnen, Leitern, Hängegerüsten usw. entstehen, sind zu berücksichtigen und konstruktiv aufzunehmen und/oder durch bauliche Massnahmen von der Fassade fernzuhalten.
  Schnee- und Eislasten

Formänderungen

Formänderungen infolge Temperatur- und Feuchtigkeitseinwirkungen auf die Werkstoffe sind sowohl bei der Bekleidung, der Unterkonstruktion, der Wärmedämmung als auch bei den Verbindungs-, Befestigungs- und Verankerungsmitteln zu berücksichtigen.
Temperaturdifferenzen zwischen einzelnen Bauteilen sind zu beachten. Sie sind insbesondere durch konstruktive Massnahmen zwängungsfrei lokal zu begrenzen und dürfen die Gebrauchstauglichkeit der Fassade nicht beeinträchtigen. Im Maximum sind -20°C und +80°C in Rechnung zu stellen. Die ungünstigste Montagetemperatur ist zu berücksichtigen, im Allgemeinen können +10°C angenommen werden.
  Formaenderungen

Sonderlasten

Sonderlasten wie z.B. Reklamen, Sonnenschutzvorrichtungen, Storen, Gerüstanker usw. sind unabhängig von der Aussenwandbekleidung in das Tragwerk einzuleiten. Für Sonderlasten, die auf/an der Aussenwandbekleidung angreifen, muss ein Tragfähigkeitsnachweis erbracht werden.
  Sonderlasten

Hagelschlag

Fassaden können dem Hagelschlag ausgesetzt sein. Die Tragfähigkeit muss erhalten bleiben.
  Hagelschlag

Formänderungsdifferenzen

Formänderungsdifferenzen des Bauwerkes und des Baugrunds (wie z.B. Bewegungsfugen) müssen vorgegeben und bei der Planung der Aussenwandbekleidung berücksichtigt werden.



  Formänderungsdifferenzen
 

Grundsatz der Gesetzgebung

Hinterlüftete Bekleidungen von Aussenwänden haben als Bestandteil der Gebäudehülle das Bauwerk zu schützen, den Anforderungen mit der Gesamtheit ihrer Schichten zu genügen und allen bekannten und voraussehbaren Einwirkungen zu widerstehen.
Die Tragsicherheit der Bekleidungselemente mit deren Befestigungen, Unterkonstruktionen und Verankerungen ist gemäss SIA 260 nachzuweisen.

Zu den Pflichten des Bauherrn gehören:
  • Nachweis der Tragfähigkeit und der Gebrauchstauglichkeit der Konstruktion, gegebenenfalls in Koordination mit dem Tragwerk des Gebäudes.
  • Untersuchung der Tragfähigkeit des Verankerungsgrundes gemäss SIA 232/2 sowie deren Beschaffenheit und Masshaltigkeit sowie Bekanntgabe an den Unternehmer.
  • Hinterlüftete Bekleidungen von Aussenwänden sind bezüglich Statik und Bauphysik zu bemessen, gegebenenfalls unter Berücksichtigung einer Nutzungsvereinbarung.
  • Die Konstruktion ist zeichnerisch darzustellen.

Gerne sind wir bereit, Ihnen für diese Aufgabe unsere Unterstützung anzubieten!

Achtung Leitfaden zum Festlegen der Gebrauchstauglichkeit

DIETHELM FASSADENBAU AG | Spilhof 1 | 5626 Hermetschwil | T 056 649 20 20 | F 056 649 20 10 | info@diethelm-ag.ch